Im Verborgenen

Berlin Hauptbahnhof

In der Bahn verstecke ich mich hinter Sonnenbrille und Kopfhörern, beobachte und lausche den Gesprächen. Der Mann neben mir unterhält sich lautstark. Ich suche seinen Gegenüber, doch den gibt es nicht. In mir kommt die Frage nach dem, wie einsam ein Mensch eigentlich sein muss, dass er an einem so menschengefüllten Ort das Bedürfnis verspürt sich mit teilen zu müssen, damit er das Gefühl hat, dass ihm überhaupt noch jemand zuhört. Dann fallen mir all die verachtenden Blicke der Menschen um mich herum auf. Ihre Augen lassen vermuten was sie denken.

Ich steige aus.

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