Lichtblick

Der Himmel ist Azur, als wir auf die Räder steigen. Die Weiden, Rosen und Sanddornsträucher ziehen vorbei, um uns herum toben die Spatzen. Sie sind heut‘ noch ausgelassener als sonst. Es geht über die Dünen, durch die Heide, hin zum kleinen Leuchtturm, der gleich hinter dem Kiefernwäldchen liegt. Erst fahren wir endlose Straßen entlang, dann Feldwege, zum Schluss über feuchte Waldböden, die vom verregneten Vortag noch rutschig sind.

Morgens

MorgensWährend ich an der roten Ampel warte, zündest du dir die erste Zigarette an.

Ich habe den Dunst aus Alkohl, Rauch und Schweiß gerade erst verlassen und atme jetzt die reine Morgenluft. Es ist klar und kalt und nur deine kleinen Rauchwölkchen vernebeln diese ersten Stunden des Tages.

Ich frage mich, ob wir beide denselben Club verlassen haben, dann wird es grün.

Im Zug, in Richtung Urlaub

Der kühle Fahrtwind macht diese Stunden erträglich. Wir sitzen in einer überfüllten Regionalbahn, um uns herum sind unruhige Kinder, die schon seit Stunden versuchen brav zu sein, es aber einfach nicht mehr aushalten. Daneben ungeduldigen Eltern, die nur noch ankommen wollen, ihre Kinder nicht mehr bändigen können und zwischen ihnen auch ein paar ältere Damen, denen die Hitze schon zugesetzt hat.

Wenn ich mich anstrenge, dann kann ich das Meer schon riechen, zwischen all dem Lärm, der Unruhe und der Hitze. 

ausgesucht

Wenn noch alles unbekannt ist und neu, Namen und Orte nicht vertraut, dann sind es die Worte auf den ersten Seiten, die entscheiden, ob es lesenswert ist.

Ich habe es ausgesucht und es wird mich begleiten. Ich nehme mir Zeit und Ruhe, denn das brauche ich, das ist wichtig, weil ich die Geschichten atmen und jedes Wort aufnehmen und jeden Zusammenhang verstehen will. Zu Beginn ist manches merkwürdig, Namen noch fremd und es braucht diese Zeit, bis ich mich gewöhnen kann, alles vertrauter wird und es mich letztlich wieder verlässt.