Eigentlich war es ein guter Tag.

Das rötliche Licht der Gaslaterne vorm Haus spiegelt sich im Fensterrahmen. Weiße Gardinen lassen blaues Licht der Dämmerung herein und die schweren geblümten Vorhänge mich fremdeln. Die Einrichtung ist karg und die mintfarbene Tapete löst sich langsam an einigen Stellen von der Wand darunter. Ein großer Kleiderschrank nimmt gut ein Viertel des Raumes ein, der sonst nur mit einem Schreibtisch, einem grüngepolsterten Stuhl und einem Bett eingerichtet ist. An der Wand hängen mehrere unpersönliche Bilder, direkt neben mir das Foto eines Stegs auf Leinwand. Es ist fast dunkel und dieser Moment ist so fremd und weit entfernt. Laute Klackgeräusche schallen vom Schreibtisch, auf dem ein Wecker steht. Jede Sekunde ein klack. Das Einschlafen fällt noch schwerer. Eigentlich war es ein guter Tag. Es ist Sommer und ich fühle meine eben noch im Spiegel betrachtete braune Haut. Ein paar Stellen jedoch sind weiß geblieben. Ich schließe die Augen und verbanne die Geräusche, die durch das geöffnete Fenster und aus dem Flur zu mir dringen. Es gehen Türen, jemand wird gerufen. Draußen Hundegebell. Das Licht im Flur geht aus. Ich hoffe, bald findet er mich, der Schlaf. Nur einige Sekunden später ist der Tag vorbei.